Klimamodelle: Kaffesatzleserei mit Folgen

Ein kaum bemerkter Lichtblick an Ehrlichkeit? Oder eine Verhöhnung der Öffenlichkeit, weil diese extrem unsensibel für grundlegende Fakten ist? In „Der Spiegel“ hat Johann Grolle am 23.3.2019 auf Seite 98 / Wissenschaft einen sehr guten und inhaltlich weitreichenden Artikel über die Arbeit von hochrangigen Klimawissenschaftlern veröffentlicht: „Eine neue Strategie – Warum die Wolken alle Vorhersagen zur globalen Erwärmung unberechenbar machen“. Die hochrangigen Klimawissenschaftler Bjorn Stevens (Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hamburg) und Tapio Schneider (Professor of Environmental Science and Engineering, Caltech, Pasadena, USA) stellen eine sehr ernüchternde Bilanz der 40-jährigen Klimaforschung. Es gelingt nicht, die Einflüsse der Wolken zuverlässig zu beschreiben.

Danke für die Offenheit! Ich möchte da noch ergänzen, dass die Sonne die Klimamaschine der Erde ist und zyklische Phasen durchläuft. Es wird der falsche durch politsche Vorgaben der falsche Parameter betrachtet, ein nützliches Spurengas, das nur eine Nebenrolle spielt. Der menschliche Einfluss geschieht duch Änderung der Landnutzung, bei Bodenzerstörung durch Abholzung, Überweidung und die großflächige Vernichtung von Agrarland durch das Pflügen und die Vergiftung des Bodenlebens. Bekanntermassen hat dieses massiven Einfluß auf den Wasserdampfhaushalt, auf das lokale Klima – in der Summe mit Sicherheit auf das globale Klima.

 

4 Gedanken zu „Klimamodelle: Kaffesatzleserei mit Folgen“

    1. Danke, dass Sie mit diskutieren! Wenn aber nur schnell etwas geäussert wird ohne dieses zu reflektieren, macht das nicht so richtig Spaß. Ich habe den Inhalt eines Spiegel-Artikels kurz wiedergegeben, in dem zwei hochranginge Klimamodellierer die Aussagegüte ganz ehrlich als sehr schwach darstellen. Der Journalist spricht daraufhin unwiedersprochen von Kaffesatzleserei. Ich habe selber viele Jahre mathematische Modellierung gemacht und weiss, dass man schon mit sehr viel einfacheren Modellen durch die Wahl der Parameter (viele Faktoren sind nicht oder wenig bekannt) alles mögliche ausrechenen kann. Vorhersage“güte“ für die Arktis 10 °C +/- ist eine Bankrotterklärung. Modelle und Messwerte laufen seit einigen Jahren immer mehr auseinander.

    1. Hallo Herr Kirchhoff,

      danke für den Link! Die überragende Rolle des Wasserdampf-Geschehens wird aus meiner Sicht allgemein anerkannt. Leider werden die massiven Auswirkungen der Bodendegradation und der systematischen Zerstörung der Bodenbiologie durch Pflug und Biozide auf den lokalen Wasserhaushalt deutlich unterschätzt. Damit trocknen ganze Regionen aus, womit sich ein massiver menschlicher Einfluß auf das Klima ergibt. Das heisst aber nicht, dass es deshalb einfach nur wärmer wird. Ein weiterer anthropogener Einfluss sind die vielen Luftschadstoffe. Letztlich ist der Einfluss der Solarstrahlung absolut entscheidend, der verschiedene Zyklen durchläuft (siehe meinen Beitrag zu Klimaanpassung).

      Um sich eine unabhängige Meinung zu bilden ist es wichtig, sich alle echten Argumente anzuschauen. Dabei sind auch viele ältere wissenschaftliche Erkenntnisse interessant.

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