Urteilen ohne Wissen

Seit Jahrzehnten verfolge ich hauptsächlich die Dinge, die anders sind. Allgemein bekanntes, Wiederkäuen und das Denken in eingefahrenen Bahnen sind mein Ding nicht!

Das Internet ist ein Segen für die Menschheit, eine Bedrohung für die Schafhirten, deren Schafe so langsam ahnen, dass der nette Schäfer sie letztlich schlachten wird. Der militärisch-industrielle Komplex hat eine Übermacht, hat die Mainstream-Medien weitgehend unter Kontrolle. Das Internet nicht, auch wenn die Zensur massiv zunimmt. Wenn genug Menschen wach werden, kann es eine gute Zukunft für Alle geben.

Deutschland wird von vielen international informierten inzwischen als das Land der Ahnungslosen bezeichnet. Wer nicht auch in Englisch recherchieren kann, sieht nur einen Abklatsch. Englisch ist leicht lernbar, Videos anschauen und auch weitermachen, wenn man nicht alles versteht. Aber gibt es nicht auch viel Müll im Internet? Absolut! Man sollte lernen, selber zu urteilen. Die Vor-Urteile, die Diffamierung, das „rechtslastig“ (früher wurden kritische Menschen mit „Kommunist“ diffamiert), „Verschwörungstheorie“ (CIA-Wort für die, die offizielle Geschichte des Mordes am US Präsidenten Kennedy anzweifelten – diese Verschwörung ist allerdings inzwischen gut belegt) und andere. Verschwörungen ziehen sich durch die Geschichte, tausende. Sie sind oft so schlimm, dass es ein gesellschaftliches Tabu ist, davon zu reden. Nach über 50 Vorträgen zum Neuen Dorf weiß ich, dass auch im deutschsprachigen Raum viel mehr Menschen wach sind, als man oberflächlich denkt. Studenten und Studierte sind oft sehr fest im offiziellen Narrativ eingebunden.

Die Schulwissenschaft ist in Teilen ein zweckdienlicher Ausschnitt aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen! Das was den Menschen direkt dient, aber keine Milliardenmärkte schafft oder diese bedroht, wird nur für aufmerksame Beobachter sichtbar. Ich staune, wie oft Menschen Aussagen treffen wie „das stimmt nicht“ oder „wo ist das Veröffentlicht?“, wenn sie sich nicht mal die Mühe von 5 Minuten Recherche gemacht haben. Also, wissenschaftliche Publikationen lesen und Alternativmedien schauen, möglichst in Englisch. Eine eigene Meinung bilden, Blödsinn verwerfen, wenn man mal Unsinn glaubt, ist das nicht schlimm und wird es merken und nach und nach ein ganz eigenes Weltbild entwickeln. Unbedingt mehr positive Entwicklungen wir Permakultur verfolgen, nur in Maßen in die schlimmen Entwicklungen eintauchen. Wahrnehmen, was Übles sein könnte, aber die eigene Energie – auch beruflich! – in die positiven Entwicklungen stecken. Viel Zeit in der Natur, im Garten, mit dem Boden verbringen, auch meditativ.

Vorgekaute Denkbahnen sind leichter, gut für das reibungslose Funktionieren. Sie sind aber recht sinnlos für das potentiell mächtige Wesen „Mensch mit Seele“ und den ganz eigenen Weg. Mein eigenes Weltbild ist sehr vielfältig und bunt geworden, ganz vieles ist möglich! Ich lerne und verwerfe auch weiterhin. Ein Ex-Student, der gerade 6 Jahre in Australien gearbeitet hatte und sehr viel herumkam hatte sich den Spruch eingeprägt: Wherever you go, look for the crazy person first. Selber-denker nach vorn, denn der Schäfer bringt die Schafe zum Schlachthof!

2 Gedanken zu „Urteilen ohne Wissen“

  1. Sehr schöner Kommentar und er spricht mir aus der Seele… ich gehöre zu den Menschen, die sich auch mit unangenehmen bzw. strittigen Themen auseinandersetzen und werde oftmals mit Phrasen abgekanzelt in einer Überheblichkeit, die mich traurig macht. Denn in dieser Überheblichkeit sehe ich eine Angst, beweglich im Denken zu bleiben. Natürlich kann ich mich oft auch irren, aber manchmal führt ja auch ein von außen als Irrtum gesehener Gedanke zur Wahrheit.

    Am Gartenring bleibe ich sonst erst einmal als stille Beobachterin dran… es interessiert mich sehr und wer weiß, was das Leben noch so mit sich bringt.

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