Land-Wende und Gärtnerhof

Land-Wende und Gärtnerhof, 1940er: Endlich die Texte!

Für mich war es ein großer Moment: Ich bekam vom Gärtner und Publizisten Michael Beleites die Rückmeldung, dass „Das Neue Dorf“ eine gute Fortsetzung seines Buches „Land-Wende – Raus aus der Wettbewerbsfalle!“ (Metropolis, Schriftenreihe der Schweisfurth-Stiftung) sei. Nach der Lektüre der wunderbaren „Land-Wende“ finde ich das auch.

Zugleich bekam ich von Herrn Beleites die Hefte der Nachkriegsbewegung „Gärtnerhof“, die ich beim schreiben des Neuen Dorfes nicht gefunden hatte, obwohl ich die Idee kannte. Neben vielen anderen sehr praktischen HInweisen zur Bodenverbesserung und Anbau sind die Zonierungen der späteren Permakultur hier schon zu finden. Herr Beleites hat zu dem Thema einen Artikel verfasst: Michael Beleites zum Gärtnerhof .  Ein großes Dankeschön!

Hier finden Sie wahrscheinlich erstmals die gescannten Originalveröffentlichungen. Wir haben versucht herauszufinden, wer aktuell die Rechte hält. Da wir jetzt auch weitere 4 Hefte bekommen haben, greifen wir die Recherchen noch einmal auf. Wer Hinweise hat, sollte sich bitte melden! Wir wollen eine rechtlich korrekte möglichst kostenlose Zugänglichkeit erreichen und sind sicher, dass dieses sehr im Sinne der damals engagierten Autoren ist. Bis zur rechtlichen Klärung bitte ich um Anfrage nach kostenlosen Kopien an mich  (Ralf Otterpohl     ro     ätt     tuhh   punkt    de      Betreff: Gärtnerhof). Bitte bei Anfragen das genaue Heft nennen – und bitte auch Rückmeldungen über Erfahrungen und besondere Funde in den Heften in die Kommentare unten bringen.

Einige Zitate:
  • zitierte Aussage von Leberecht Migge „Jedermann Selbstversorger auf 100 qm Land“, „damals viel umstrittener Satz“ Max K. Schwarz. Einbezogen ist ein optimaler intesiv-Anbau mit Nutzung aller Bioabfälle der Stadt (Betriebsform S. 17)
  • „Das Vieh ist aus seiner ganzen Wesenheit heraus die eigentliche Seele eines gesunden landwirtschaftlichen Betriebes.Die Anwesenheit des Viehs gestaltet den Betrieb geruhsam und sicher.“ Max K. Schwarz (in: Gärtnerhof Betriebsform S 17), diese Einsicht wurde für ihn zur unumstößlichen Erkenntins nach seiner Teilnahme am „Landwirtschafltichen Kurs“ von Dr. Rudolf Steiner
  • „Es besteht immer die Gefahr, daß bei Mangel an notwendiger Fachausbildung der Betrieb (Gärtnerhof anm. RO) absinkt zu einem landwirtschftlichen Betrieb und wegen der Kleinheit des Betriebes (2,5 bis 3 ha anm. RO) dann notleidend wird.“Stadtgartendirektor Dr. Ernst Hagemann, Lübeck (Gärtnerhof Betriebsform, S. 23)

Aufruf zum Mitmachen: Es wäre schön, wenn jemand die weiteren Hefte der Schriftenreihe „Neuaufbau vom Boden her“ (Liste letzte Seite) besorgen und für Gartenring.org scannen könnte

Meldung: Das ist geschehen, herzlichen Dank!!! Es fehlt jetzt nur noch Heft 5… Wer interessiert ist, Erben der Autoren kennt etc sollte sich bitte melden mit dem Stichwort „Gärtnerhof-Hefte – Neues Dorf“

 

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