Studium oder Ausbildung?

Wo kann man Permakultur studieren? Wo gibt es eine Ausbildung in Humusaufbau? Wo lernt man, wie man Kleinbetriebe aufbaut? Wer plant Neue Dörfer und wo lernt man das?

Das normale System von Studium und Ausbildung ist zu einem großen Teil auf ein Angestelltendasein in großen Betrieben ausgerichtet. Das Handwerk – ich selber habe zum Glück vor meinem Studium Maurer gelernt – geht immer noch in Kleinbetrieben. Im Handwerk finden sich viel gute Grundlagen für Tätigkeiten im Neuen Dorf, in lokaler Wirtschaft. Umgekehrt sollten Neue Dörfer auch gutes Handwerk erhalten und beleben. Die Kombination von Ausbildung mit einem Studium ist sinnvoll.

Ob mit oder ohne Ausbildung oder Studium: Die Themen, die mich brennend interessieren lerne ich mit Leichtigkeit, Freude und vergesse sie nicht mehr. Man kann Kurse machen, wo man dann Menschen mit ähnlichen Interessen kennen lernt. Genial: wenn man im Internet unter Permakultur, Tiny House, Market Gardener, Organic Gardening und so weiter schaut, findet man hervorragende Inhalte. Ich brauche hier keine Empfehlungen zu geben, es gibt viel und es ist leicht die Themen zu finden. Eine Voraussetzung ist dabei, sehr gut Englisch zu können, was man aber beim lernen lernt. Die Inhalte in Deutsch sind auch schon besser, aber das ist kein Vergleich. Videos mehrfach anzuschauen oder anzuhören ist gut zum wirklichen verstehen udn erinnern.

Es ist interessant, dass sich von den vielen spannenden Themen, die für den Aufbau einer guten Zukunft für Alle wichtig sind, sehr wenig an Hochschulen findet. Diese Rückmeldungbekomme ich von vielen Studierenden bei uns an der TU Hamburg.

Man kann heute sein eigenes Studium gestalten, sollte dabei die Grundlage nicht vernachlässigen (die aber auch viele Studienabsolventen nicht mehr drauf haben : (   Ganz wichtig finde ich, dass man sich möglichst bald mit anderen zusammen tut, um sich auzutauschen, mehr Spaß zu haben. Am besten lernt man, wenn man etwas erklärt. Im Gegensatz zum Hochschul-Studium kann man beim Selber-Lernen gleich die Anwendung mit aufbauen und damit zum Beispiel einen eigenen Betrieb aufbauen. Schließen Sie / Schließt euch Ökodorf-Projekten, Permakulturbetrieben an. Durch Praktika kann man lernen und auch dem Projekt helfen – das sollte aber dann auch für eine längere Zeit sein. Klassiker für Bio-Betriebe weltweit ist das wwoof-en. Beim Selbststudium kann man auch Themen einbeziehen, die in Unversitäten tabu sind. Es gibt immer noch sehr mächtige Dogmen. Wenn man beispielsweise über die jahrzehntelange Forschung zur biologischen Transmutation lernt, versteht man die Welt vielleicht besser und kann dieses Wissen praktisch anwenden. Ähnlich ist es mit der Geomantie, die ebenfalls immer noch aus wissenschaftlicher Arbeit ausgegrenzt wird.

In eigener Sache: Wer Restauration Engineering lernen möchte, kann dieses auf einer interaktiven Plattform machen (Suchbegriff „revive the rural“). Wenn es immer mehr Neue Dörfer gibt, kann die Ausbildung ein wichtiger Teil der vielfältigen Tätigkeiten werden.

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