Buch zum Gärtnerhof

Der Gärtnerhof von Max Karl Schwarz und wurde 1946 veröffentlicht. Ich weise in meinen Vorträgen darauf hin, das Interesse ist groß – die ursprünglichen Hefte sind aber schwer zugänglich. Jetzt hat Michael Beleites die wesentlichen Texte zum Gärtnerhof neu herausgegeben und in den brisanten aktuellen Kontext gestellt: Der Gärtnerhof, Selbstversorgung – ein Weg ins Freie (Manuskriptum, 2022) 
Hrsg. Michael Beleites.

Michael Beleites hat eine sehr spannede Lebensgeschichte, die ihn als geradlinigen Selber-Denker in vielen Bereichen ausweist. Er hat langjährige praktische Erfahrungen mit einem der wenigen noch existierenden Gärtnerhöfe: Den Kleinsthof von Veit und Inga Ludewig bei Dresden: 2,5 ha, 1 Milchkuh, 3 Schafe, 20 Hühner, 10 Bienenvölker, 6000 m² Acker, 2000 Gemüse, 1500 Schnittstauden, 1ha Obstgrasgarten und 2000 m² Wiese. Dazu gibt es einen Oya-Artikel von 2010. Tiere, Ackerbau und Gartenbau passen sehr gut zusammen, es ist aber eine Herausforderung das auch gut zu bewirtschaften. Mit den aktuellen Entwicklungen beim Aufbau der Bodenbiologie mit Schwerpunkt auf Bodenpilze kommen dem Gärtnerhof Baumschnitt und Kuhmist zugute.

Im Gärtnerhof wurde die Zonierung beschrieben, die später von der Permakultur übernommen oder wiederentdeckt wurde. Eines meiner Lieblingszitate: „Die Kuh gibt dem Familienbetrieb Seele“. Und lässt uns viel zu unruhige Menschen vom Kopfzirkus im Dauerlauf zur Ruhe kommen?!

Leider war mir beim schreiben des „Neuen Dorfes“ diese wichtige Bewegung noch nicht bekannt. Ich wurde im laufe der Zeit zum Glück mehrfach darauf hingewiesen. Durch dieses schön ausgestattete Buch wird der Gärtnerhof wiederbelebt, genau zur richtigen Zeit. Ein Weg ins Freie! Ich hoffen auf eine Übersetzung ins Englische udn weitere Sprachen.

Ebenfalls von Michael Beleites: Natur und Landschaft,
2006 über www.michael-beleites.de

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