Rechtliche Aspekte zum Aufbau Neuer Dörfer

Bachelorarbeit zu bau- und umweltrechtlichen Fragen zum
Aufbau Neuer Dörfer

Herzlichen Dank für diesen Gastbeitrag an Florian Sauer!

Die Bachelorarbeit mit dem Thema „Das Neue Dorf – Rechtliche Gesichtspunkte eines neuartigen Siedlungskonzepts“ habe ich zum Abschluss meines Studiums der Allgemeinen Verwaltung erstellt.

Als Sachse an einer sächsischen Hochschule legte ich der Arbeit natürlich sächsisches Recht zugrunde, aber auch für Neue Dörfer in anderen Bundesländern ist die rechtliche Lage zum Großteil ähnlich oder gar identisch. Zum einen sind viele wichtige Vorschriften ohnehin Bundesgesetze, zum anderen  greifen auch die Landesbauordnungen alle auf eine einheitliche Musterbauordnung zurück. Sie unterscheiden sich meist nur in Einzelheiten, in vielen Fällen sind sie sogar wortgleich zueinander.
In meiner Arbeit bin ich von der Genossenschaft als Rechtsform für den Dorfbetrieb ausgegangen. Die sinnvolle Alternative des Wirtschaftlichen Vereins war mir bis dahin unbekannt. Auch wenn also stets von einer Genossenschaft zu lesen ist; ist es aus baurechtlicher Sicht unerheblich, ob der gartenbauliche Betrieb eine Genossenschaft oder ein wirtschaftlicher Verein ist.

Es bestehen grundsätzlich zwei Wege, ein Neues Dorf rechtlich zu verwirklichen. Man kann, wenn überhaupt, lediglich für den Hof eine Bauleitplanung entwickeln, die Minifarmen aber im Außenbereich errichten. Dadurch werden ein großer Zeit- und Verwaltungsaufwand sowie hohe Planungskosten gespart. Auch sind unkonventionelle Erschließungsmöglichkeiten wie die lokale, dezentrale Wasserver- und Abwasserentsorgung unkomplizierter umzusetzen.
Auf dieser Möglichkeit liegt der Schwerpunkt der Abhandlung.
Die zweite Variante wäre eine Ausweisung des Siedlungsgebietes als „Sonstiges Sondergebiet“ durch einen Bebauungsplan – mit entsprechenden Planungskosten und Bodenwertsteigerungen. Im Gegenzug dazu werden die Baugenehmigungen einfacher erteilt oder ganz entbehrlich.

Die vorliegende Abhandlung ist eine Pionierarbeit. Da diese für so ein vielseitiges Projekt nicht abschließend sein kann, bin ich für Anregungen, Hinweise und Fragen dankbar. Unter projekte-sauer(at)gmx.de besteht die Möglichkeit, mich auch für allgemeine Anliegen zu Projekten zu kontaktieren. Eine Rechtsberatung kann und darf ich dabei nicht vornehmen.

Florian Sauer

Hier die Bachlorarbeit mit vielen weiteren Informationen:

Neues_Dorf_rechtliche_Umsetzung_Florian_Sauer

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